Mein neoliberales Credo

Ich glaube,

 

  • dass man im Abschwung Lohnzurückhaltung üben muss, um die Krise nicht zu verschlimmern
  • dass man im Aufschwung Lohnzurückhaltung üben muss, um ihn nicht zu gefährden
  • dass man in der Hochkonjunktur Lohnzurückhaltung üben muss, um nicht einen Abschwung zu provozieren
  • dass unser Wohlstand vom Export abhängt
  • dass der Export am besten durch die Ausweitung des Niedriglohnsektors gefördert wird
  • dass es „uns so gut geht“, weil Millionen wenig verdienen
  • dass sich Leistung wieder lohnen muss, weshalb auch bei der Erwirtschaftung von Verlusten den Managern stattliche Boni ausgezahlt werden
  • dass Chancengleichheit herrscht, weil die Erbschaftsteuer so niedrig ist
  • dass das alles irgendwie zusammenhängt, auch wenn es nicht zusammenpasst
  • dass, wer das nicht verstehen will, „von Wirtschaft nichts versteht“
  • dass deshalb nur eins bleibt: „Credo quia absurdum“

 

Der Satz „Credo quia absurdum“ (Ich glaube, weil es unvernünftig/widersinnig ist) hat seinen legitimen Platz in theologischen Disputen.

 

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